Über Christoph Stölzl, den Kanzler Kohl vor Jahren an die Spitze des Deutschen Historischen Museums in Berlin katapultierte und den er jetzt zum Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz machen möchte, hatten wir geschrieben (ZEIT Nr. 6/98), er könne möglicherweise mit der Stimme des Saarlandes rechnen, "weil der nächste Möchtegern-Kanzler mit ihm zur Schule gegangen" ist. Nun läßt Stölzl uns wissen, daß er nicht mit Oskar Lafontaine zur Schule gegangen sei. Wir bedauern die Fehlinformation und freuen uns, hinzufügen zu dürfen, daß Stölzl mit Reinhard Klimmt in Saarbrücken studiert hat. Klimmt ist Fraktionsvorsitzender im saarländischen Landtag und Landesvorsitzender der SPD. Und er ist auch Vorsitzender der Kommission Medienpolitik der SPD. Der "heimliche Ministerpräsident" wird er genannt.

Wenn das kein heimlicher Ersatz ist!