Wer sich mit dem linken Zeigefinger auf die Stirn tippt, weist den Weg zu Gelächter und Heiterkeit. Denn er zeigt auf jenen Teil seines Gehirns, in dem amerikanische Forscher jetzt das Lachzentrum aufgespürt haben (Nature, Bd.

391, S. 650). Bei der Routineuntersuchung einer sechzehn Jahre alten Epilepsiepatientin reizten die Mediziner den linken vorderen Stirnlappen des Großhirns mit schwachen Stromstößen. Und immer wenn die Forscher eine bestimmte, zwei mal zwei Zentimeter große Region erwischten, lachte die junge Frau. Je stärker der Strom, desto mehr amüsierte sie sich. Bei gesunden Menschen dürfte das Lachzentrum an der gleichen Stelle in Nachbarschaft zum Sprachzentrum liegen. Dieser Hirnteil ist besonders hoch entwickelt. Das würde erklären, warum das Lachen, ähnlich wie die Sprache, eine typisch menschliche Errungenschaft ist.