Im Frühling geborene Menschen werden im Durchschnitt 0,6 Zentimeter größer als Herbstkinder. Das glauben Wiener Humanbiologen herausgefunden zu haben.

Sie hatten eine halbe Million Musterungsergebnisse achtzehn Jahre alter Österreicher analysiert (Nature, Bd. 391, S. 755). Über zehn Jahre hinweg stimmen die Schwankungen der Körpergröße mit dem Jahresverlauf überein. Die Forscher mutmaßen, daß die Körpergröße von der Menge des Sonnenlichts abhängt, die ein Neugeborenes abbekommt. Das Hormon Melatonin könnte die Mittlerrolle zwischen Licht und Wachstum innehaben. Je heller es ist, desto weniger Melatonin produzieren wir.