Was haben wissenschaftliche Diskussionen mit Lady Dis Baseballkappe vom Winter 95 gemeinsam? Die königliche Mütze trug die Zahl 492, was damals zu erregten Debatten führte: Spielte Diana etwa auf den Kricket-Star Michael Atherton an, der im letzten Spiel 492 erfolgreiche Bälle geschlagen hatte?

Oder hatten jene Musikwissenschaftler recht, die auf Mozarts "Hochzeit des Figaro" verwiesen (Köchelverzeichnis 492!) und eine Versöhnung mit Prinz Charles prophezeiten? Ähnlich absurde Spekulationen gibt es mitunter auch in der Wissenschaft, meinen Hans-Peter Beck-Bornholdt und Hans-Hermann Dubben in ihrem vergnüglichen Buch "Der Hund, der Eier legt" (Rowohlt Verlag, Reinbek 1997 16,90 DM). Auch bei Rinderwahnsinn und Klimakollaps, dem Risiko von Krebserkrankungen oder der Kriminalstatistik werden oft hanebüchene Zusammenhänge konstruiert, geadelt und verklärt durch die Weihen der Statistik. Deren Tricks zu durchschauen und "Fehlinformation durch Querdenken" zu erkennen ist das erklärte - und erfolgreich erreichte - Ziel des kleinen Taschenbuchs. Und ganz nebenbei vermittelt es viele fröhliche Aha-Erlebnisse.