Der Gerling-Konzern hat es gemacht: eine Lebensversicherung für Schwule und ihre Partner, die Rosa Rente. Während andere Versicherungen das hohe Aids-Risiko vorschoben, hörten die Kölner sich die Ideen eines Finanzmaklers genau an und nahmen die Schwulen unter die Lupe. Und siehe da: An Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht leiden Schwule seltener als der Durchschnitt.

Rein kalkulatorisch, so entschieden die Mathematiker, seien die Schwulen den heterosexuellen Versicherten zuzumuten. Aber auch sonst? Gerling fühle sich sozialethisch verpflichtet, sagt Sprecher Volker Gasser. "Die Schwulen dürfen einfach nicht länger ignoriert werden." Auch rein kalkulatorisch nicht: Auf 165 000 Kunden schätzt der Konzern das Marktpotential.