Die Liste von Saddam Husseins politischer und egoistischer Eigenwilligkeit ist inzwischen lang und zutiefst beklagenswert. Wir dürfen dabei jedoch nicht die weitverbreitete und schamlos ausgenutzte panische Angst arabischer Völker vor Israels Atombomben aus den Augen verlieren. Da wir unaufhörlich auf ein totales Verbot von Nuklearwaffen gedrängt haben (und zunächst mit deren Verminderung angefangen haben), müssen wir jetzt gegenüber den Vereinten Nationen und Amerika, Großbritannien und anderen Nationen auf einer formellen Garantie bestehen, den Frieden in den Heiligen Ländern - die Muslimen wie Juden teuer sind - zu sichern, und zwar, wenn irgend möglich, im ganzen Nahen Osten. Wir müssen auf der allmählichen Abschaffung von Israels Nuklearwaffen bestehen, womit sofort begonnen werden muß. Gleichzeitig müssen eine umfassende Inspektion und Demontage von Massenvernichtungswaffen sowohl in Israel als auch im Irak angeordnet werden. Wir selbst, Rußland und alle anderen Atommächte müssen zu gleichen Teilen dasselbe tun.

Finanziell und militärisch gesehen, verfügen wir über eine überragende Macht, aber auch über die Fähigkeit, benachteiligten und irregeleiteten Völkern eine helfende Hand zu reichen. Was Jerusalem betrifft, müssen wir heftigen Druck ausüben, damit diese Stadt zu einer gemeinsamen für beide Völker wird.

Jerusalem muß ein Gebiet unter Verwaltung der Vereinten Nationen werden.

Seine Sicherheit wird dann von den drei führenden Glaubensrichtungen, geboren in dieser Region, und deren Vertretern (sowie durch die formelle Unterstützung der Vertreter aller Weltnationen) garantiert. So könnte Krieg vermieden werden.

Die Vereinigten Staaten würden dadurch enorm an Ansehen gewinnen, ihre Glaubwürdigkeit im Nahen Osten erneut stärken und eine gefährliche Situation entschärfen. Die Vereinten Nationen würden einen solchen Schritt als Ausweis einer verantwortungsbewußten Regierung positiv werten und anerkennen.

Gleichzeitig würde damit dem Fundamentalismus in arabischen Staaten Einhalt geboten und derselbe Fanatismus in Israel entmutigt werden.