Da sage noch jemand, die Deutschen seien Computermuffel. Rund 6500 Schulen sind mittlerweile via Rechner ans weltweite Datennetz angeschlossen.

Bewirkt haben das ein paar weitsichtige Sponsoren aus der Computerindustrie, die Telekom und Bildungsminister Jürgen Rüttgers. Das Ziel der Initiative "Schulen ans Netz": ein nachhaltiger Wandel der Bildung, entsprechend den Anforderungen der Informationsgesellschaft.

Jetzt drohen, typisch für Deutschland, wieder kleinkarierte Fragen den Fortschritt zu behindern. Ungeklärt ist, wer angesichts der knappen Budgets die horrenden Leitungsgebühren bezahlen soll. Dabei liegt die Antwort so nahe. Im Zuge des erhofften "nachhaltigen Wandels" wirkt das Fach Deutsch ziemlich antiquiert. Würde es - samt der Lehrer - möglichst bald abgeschafft, könnten die wachsenden Telephonrechnungen locker beglichen werden.

Schließlich kommt man im World Wide Web mit der deutschen Sprache sowieso nicht weit.