Der Trend scheint ungebrochen. Allein die Geräte aus der Datenverarbeitung lassen die elektronischen Schrottberge jährlich um 360 000 Tonnen wachsen. Gleichwohl mußte Umweltministerin Angela Merkel jüngst eingestehen, daß mit der seit Jahren geplanten Verordnung zur Verwertung des Fortschrittsmülls vorerst nicht zu rechnen ist. Die Verbraucher reagieren derweil auf ihre Weise. Sie setzen mehr und mehr auf gebrauchte Computer. Der Handel mit Secondhandrechnern ist bereits 1996 der am stärksten wachsende Markt in der Elektronikindustrie gewesen, fanden die Marktforscher von International Data Corporation (IDC) heraus. Unternehmen wie die Omnico GmbH wissen die neue Bescheidenheit geschickt zu vermarkten ihr Umsatz mit Gebrauchtcomputern stieg im vergangenen Jahr um rund sechzig Prozent.

Geschäftsführer Matthias Krönke: "Berge von hochwertigem Schrott werden auf diese Weise vermieden."