Vokal oder Konsonant - da scheiden sich die Geister. 82 Prozent der Leser schwören auf Vokale. 11 Prozent finden Konsonanten gut, 7 Prozent kennen den Unterschied nicht. Focus hat das ermittelt. Was ist so schlimm an den Konsonanten? Flach! Schmallippig! heißt es immer wieder, wohingegen die Vokale als vollmundig gerühmt werden. Aber ist das richtig? Das W zum Beispiel: Erstens ist das W so breit, als hätte es eine Kiste Weizenbier ausgetrunken. Askese ist seine Sache nicht: Wies'n, Wollust, Wolfram Siebeck, alles W! Zweitens ist das W so weich, als wäre eine Flasche Weichspüler hineingeschüttet worden. Kein Vokal kommt so flauschig daher! Drittens ist das W ein Fitneßbuchstabe, der das Sehvermögen nachhaltig trainiert. Von oben nach unten nach oben nach unten nach oben, das hält den Augapfel beweglich und frisch. Die übermäßige Lektüre leicht lesbarer Lettern wie I, O oder U kann die Pupillen vorzeitig erstarren lassen besser sind G, R, Q, F, am besten das W. Ophthalmologen raten deshalb, beim Kauf von Büchern auf die W-Haltigkeit zu achten. Es ist so einfach, etwas für seine Gesundheit zu tun!

Gewiß gibt es dürftige Konsonanten. Das H, das nach viel aussieht und nach wenig klingt, das X, Taugenichts des Alphabetes, das ß, das man nicht mal groß schreiben kann, das J, wo man nie weiß: Ist das nun ein I? Wie warm, ja, weiblich indes das W. Eigentlich müßte es heißen: die W.