In dieser Woche erreichte der Deutsche Aktienindex (Dax) schon wieder ein Rekordhoch, doch es zeigte sich, daß die Luft am Aktienmarkt dünn geworden ist. Bei steigenden Kursen häufen sich die Gewinnmitnahmen nicht nur des Berufshandels, auch institutionelle Anleger sind zu raschen Glattstellungen bereit. Da es wegen des niedrigen Zinsniveaus keine vernünftige Alternative zu Aktien gibt, wird aber auf ermäßigter Basis sofort zurückgekauft.

Als Störfaktoren sind die ostasiatische Finanzkrise und die Ereignisse im Irak vorerst zu den Akten gelegt worden. Für Aufregung sorgte die geplatzte Fusion der britischen Pharmariesen Smithcline Beecham und Glaxo Wellcome. Am wenigsten zu leiden hatten darunter die Unternehmen der deutschen Großchemie, vor allem Bayer. Für sie hat sich die Fusionsphantasie neu belebt. Auch im Versicherungsbereich ist dieses Phänomen weiter wirksam, besonders nach dem ungewöhnlichen Kursanstieg der Assekuranzgruppe Ergo. Innerhalb der vergangenen Monate legte das neu an die Börse gekommene Papier zeitweise um fast 62 Prozent zu.

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