Smog und Wirtschaftskrise haben den Tourismus in Südostasien hart getroffen. Nach den Turbulenzen bleiben vor allem die Urlauber aus Asien weg.

Fremdenverkehrsämter, Reiseveranstalter und Fluglinien versuchen nach den Kursstürzen des thailändischen Baht, der indonesischen Rupiah oder des malaysischen Ringgit mit Sonderangeboten vor allem den Touristenstrom aus Übersee in die Krisenländer zu locken.

Für Fernreisende ist ein Urlaub in Singapur, Hongkong, Thailand, Indonesien oder Malaysia derzeit billig wie nie. Zahlreiche deutsche Veranstalter wie Neckermann, TUI oder Meier's Weltreisen locken mit zeitlich begrenzten Schnäppchenreisen. Eine Woche Bali im 3-Sterne-Hotel mit zwei zusätzlichen Übernachtungen in Hongkong kosten bei Meier's Weltreisen von 2839 Mark an.

TUI hat acht Tage im 4-Sterne-Hotel auf Phuket (Thailand) von 2049 Mark an im Angebot. Der Kieler Veranstalter Galka Golden Tours bietet eine Woche in einer Pool Villa im 6-Sterne-Hotel auf Phuket mit First-Class-Flug für 5989 Mark an. Vor der Abwertung war das gleiche Angebot über 2000 Mark teurer.

Hongkongs Fluggesellschaft Cathay Pacific offeriert im Pakt mit kleineren Anbietern Fünftagetrips nach Hongkong inklusive drei Übernachtungen in Mittelklassehotels von 998 Mark an. Der Hin- und Rückflug mit Malaysia Airlines nach Kuala Lumpur, Singapur und zu zehn weiteren Zielen kostet nur noch 990 Mark, dreißig Prozent weniger als vor der Krise.

Trotz der negativen Schlagzeilen geht beispielsweise das thailändische Fremdenverkehrsamt davon aus, die Anzahl der deutschen Gäste gegenüber dem Vorjahr sogar um fünf Prozent auf 400 000 Besucher steigern zu können. Auch Malaysia rechnet weiterhin mit den für 1998 kalkulierten zehn Millionen Auslandsgästen.

Nicht nur die günstigeren Pauschalpakete könnten mehr Deutsche, Australier oder Amerikaner an die asiatischen Sonnenstrände locken. Einen weiteren Anreiz bieten einmalige Shoppingchancen. Die Preise für maßgeschneiderte Hemden oder Anzüge sind um die Hälfte gefallen.