Möglichst schnell muß Veba-Chef Ulrich Hartmann eine delikate Personalentscheidung treffen: Die gerade begonnenen Gespräche über Details der geplanten Chemiefusion zwischen der Konzerntochter Hüls AG und der Degussa AG (Veba-Anteil: 36 Prozent) werden immer mehr von der Frage überschattet, wer das neue Unternehmen leiten soll: Degussa-Chef Uwe-Ernst Bufe oder sein Hüls-Kollege Erhard Meyer-Galow.

Wenn, wie es scheint, Bufe das Rennen machen sollte, stellt sich die Frage nach Meyer-Galows Zukunft bei der Veba. Hartmann möchte den Hüls-Sanierer gerne im Konzern halten. Als freier Posten steht ihm jedoch nur das von dem ausgeschiedenen Hermann Krämer verwaltete Ressort Telekommunikation zur Verfügung. Den als Strategen hoch geschätzten Meyer-Galow auszuwählen, statt nach einem branchenerfahrenen Mann von außen zu suchen, könnte für Hartmann durchaus verlockend sein. Er wäre damit gleich zwei Personalprobleme los.