Neben der Kleist-Gesellschaft, die das "Jahrbuch" herausgibt, und dem Kleist-Museum in Frankfurt an der Oder gewinnt Heilbronn zunehmend Profil als Ort der Kleist-Forschung. Seitdem der als kritischer Gelehrter und Herausgeber bekannte Helmut Sembdner wenige Jahre vor seinem Tod sein großes Archiv der Stadtbücherei vermacht hat, ist viel geschehen, den bedeutenden Nachlaß zu erschließen. Daneben wenden sich die von Günther Emig in Zukunft zweimal jährlich herausgegebenen "Heilbronner Kleist-Blätter" (HKB) verstärkt der Forschung zu. Im eben erschienenen Heft 4 berichtet Klaus Müller-Salget über einen Fund im Geheimen Staatsarchiv, untersucht Olaf Thelen das Textbuch von Ingeborg Bachmann zu Henzes "Homburg"-Oper oder erörtert Peter Klandt die Begriffe "Raum und Zeit" in Kleists letzten Erzählungen. Daneben, wie stets, ein Kalendarium, Internet-Nachrichten (www.kleist.org), Rezensionen und Hinweise auf Neuerscheinungen. Ein unentbehrliches Kleist-Buch zum sensationellen Preis von zehn Mark für 116 Seiten mit sieben farbigen Abbildungen (Kirchbrunnenstraße 12, 74072 Heilbronn).