Ungetrübt von jeder Sachkenntnis, fern allen Wissens und frei von Informationen über den Zahnärztestand, kramt der Autor längst überholte Klischees aus seiner persönlichen Mottenkiste hervor. Als hätte es die Gesundheitsreformen der letzten Jahre nie gegeben, keine extremen Honorardeckelungen und Kürzungen Jahr für Jahr sowie weitere Restriktionen gerade für den Zahnarztberuf. Wie würden wohl andere Berufszweige reagieren bei zum Teil zweistelligen Lohnprozentsenkungen jährlich! Hat der Autor noch nie gehört, wie viele gerade junge Zahnärzte und -ärztinnen heute am Rande eines Existenzminimums leben müssen, weil ganz einfach sämtliche Kosten und Ausgaben weiter steigen, bei sinkenden Honoraren für dieselben Leistungen?

Die Darlegungen zeugen von populistisch-journalistischer Verantwortungslosigkeit mit offensichtlichem Bemühen um subjektive Stimmungsmache und um in unserer Gesellschaft ein böswillig vergiftetes Klima gegenüber einem angesehenen Berufsstand erzeugen zu wollen.

Zur Sache: Hat der Autor noch nie davon gehört, daß sich Zahnersatz überhaupt durch regelmäßige, intensive Zahnpflege, vorbeugende Zahnarztbesuche und eine gesunde Ernährung größtenteils vermeiden läßt? Jeder hat es - wortwörtlich! -

selbst "in der Hand", hier ganz wesentlich zur Kostensenkung beizutragen.

Dr. Ronald Lentz Hamburg

Für eine gezielte Fehlinformation halte ich die Aussage, daß unsere Konkurrenz im Ausland nicht nur billiger, sondern auch noch besser ist. Einen Vorschlag zur Senkung der Kosten im Gesundheitswesen habe ich jedoch: Verlegen wir unser gesamtes Gesundheitswesen ins Ausland. Dort ist es billiger und wohl auch besser?

Dr. Wolfgang Berndt Wilster