Als es den Propagandisten der Wasserstoffbombe zu umständlich wurde, ihrem Produkt die Sprengkraft von "einer Million Tonnen Trinitrotoluol" zuzuschreiben, setzten sie die Megatonne in Umlauf - denn mega, griechisch einfach "groß", heißt in der Mathematik "eine Million mal soviel". Dieser militante Multiplikator wurde bald zum Liebling des Jugendjargons (mega-geil), später der Wirtschaftsjournalisten (Mega-Fusion), und nun hat er den Sprung auf Seite eins der ZEIT geschafft: Achtzehnmal donnert er durch den Aufmacher der vorigen Ausgabe, von Mega-Konzernen über die Mega-Gewinnschraube bis zum Mega-Denken unserer Zeit (unserer ZEIT?). Zum Schluß wird gar das Zeitalter des Mega beschworen, ohne Deal und Tonne. Wer ein Modewort an so herausgehobener Stelle so megalomanisch durchkonjugiert, hat einen verdienstvollen Beitrag dazu geleistet, es abzustechen - mit Absicht, wie man hoffen darf doch gute Leute (wie hier schon einmal gewürdigt, Wolf Schneider, 8) tun auch aus Versehen das Richtige.