Zivilisationsbedrohende Meteoriten haben schon länger Konjunktur. Auf eine ganz andere Gefahr aus dem All macht nun der Physiker Gary Zank von der Universität von Delaware aufmerksam: vagabundierende Wolken aus Wasserstoff.

Diese sind bis zu tausendmal dichter als das interstellare Gas, durch das unser Planet im Schlepptau der Sonne gewöhnlich treibt. Geriete das Solarsystem in eine solch dicke Wasserstoffsuppe, könnte sie laut Zanks Berechnungen den sogenannten Sonnenwind abbremsen, der normalerweise einen Schutzschild gegen energiereiche kosmische Strahlung aufbaut. Ginge der verloren, so gelangte die zerstörerische Strahlung ungehindert zur Erde und könnte dort ein Massensterben auslösen. In der Erdgeschichte ist das möglicherweise schon mehrfach passiert. Die nächste besonders dichte Wasserstoffwolke droht unserem Sonnensystem in etwa 50 000 Jahren zu begegnen.