die zeit: Sie waren einer der ersten Absolventen der Münchner Bundeswehruniversität, die dieses Jahr 25 wird - warum haben Sie ausgerechnet dort Betriebswirtschaftslehre studiert?

Robert Pechtold: Ich wollte ohnehin Soldat werden, und es erschien mir sinnlos, die Bundeswehr nach zwölf Jahren ohne Ausbildung zu verlassen. Also habe ich mir ein zivilberuflich verwertbares Studium gesucht.

Betriebswirtschaftslehre war damals das Fach mit dem breitesten Berufsspektrum.

zeit: Wie militärisch war der Stundenplan?

Pechtold: Man hat erst einmal fünfzehn Monate Grundausbildung, Offiziersschule und Truppenpraktikum absolviert. Dann folgten neun Trimester Studium, also drei Jahre. Das war relativ unmilitärisch. Es bestand kein Uniformzwang, aber die Vorlesungen haben in der Kaserne stattgefunden. Vor dem Gelände stand der Schlagbaum mit einer zivilen Wache und einem Offizier.

Nur einmal im Monat hatten wir eine militärische Weiterbildung dort herrschte Uniformpflicht.

zeit: Welche Vorteile hat das Studium an der Bundeswehr-Uni?