Wüßte man, daß es funktioniert, könnte man sich durchaus für die Idee der Berliner Gesundheitssenatorin erwärmen: Die einfallsreiche Politikerin will ältere Ärzte gegen Zahlung einer Viertelmillion Bares zur Praxisschließung bewegen. Es ist durchaus vorstellbar, damit die Ärzteschwemme zu stoppen - freilich nur, wenn unten nicht gleichermaßen nachwächst, was oben aufhört.

Doch wie immer man die Stillegungsprämie dreht und wendet, die Verknappung des Angebots bewirkt nicht, daß es billiger wird. Die Krankenversicherung, deren Versicherte die Null-Bock-Prämie für Altärzte auch noch finanzieren sollen, würde um keinen Pfennig entlastet. Weniger Ärzte würden nur noch mehr verdienen. Mediziner gehören nämlich zu jener seltenen Marktspezies, die sich ihre Nachfrage stets selbst schafft. Das wissen alle, nur die Berliner Gesundheitssenatorin offenbar nicht.