Mit sprachlosem Erstaunen habe ich die tumben Plattheiten des neuen Regierungssprechers Otto Hauser zur Kenntnis genommen. Eine genauere Reflexion dieser Äußerungen und des Gesamtverhaltens der CDU in Deutschland zeigt mir, daß hier in einem Meer der Selbstgefälligkeit und westdeutscher Ignoranz geschwommen wird.

Eine inhaltliche Auseinandersetzung erfolgt nicht, obwohl - mit Blick auf das Parteiprogramm der PDS - dies allzu leicht möglich wäre. Die von gemäßigten Kräften der CDU (Schäuble, Geißler) angemahnte Wahrhaftigkeit im Wahlkampf bleibt eindeutig auf der Strecke.

Ingo Rauhut Bedburg

Auf den "Fall Hauser" gibt es eigentlich nur noch eine Antwort: als Westdeutscher PDS wählen! Egal, ob einem diese Partei in allen ihren Facetten gefällt oder nicht. Denn die PDS bleibt die einzige wirkliche Opposition in diesem unserem Lande, wenn Gerhard Schröder unaufhaltsam zum Rotkohl mutiert.

Ich kann mir nach allen Erfahrungen bei uns in Nordrhein-Westfalen nicht mehr vorstellen, daß die Grünen noch imstande sind, diese wundersame Verwandlung aufzuhalten.

Prof. Dr. Georg Rieder Aachen

Christoph Dieckmanns Artikel trifft genau ins Schwarze und ist wunderbar wider den populistischen Mainstream, der auch liberale Medienorgane befällt, sobald das Thema PDS berührt wird. Eines ist mir klargeworden: Die (relativ kleine und harmlose) PDS empfängt nun den geballten Antikommunismus (der auch immer ein Antiliberalismus war, da jegliche gesellschaftliche Veränderung sofort als kommunistisch infiltriert denunziert wurde), der die Bundestagswahlkämpfe seit 45 Jahren bestimmt. Gegen dieses heuchlerische Verhalten hilft nur die Aufklärung über die CDU-Vergangenheit in der DDR und die "Aufdeckung" der auf kommunaler Ebene zahlreichen CDU/PDS-Koalitionen und Duldungen. Nicht diese gilt es zu demontieren, sondern die widerliche Wahlkampagne zu desavouieren.