Die Deutschen bleiben ein Volk von Mietern, allen Versuchen der Politik zum Trotz, das Wohneigentum zu fördern. Am niedrigen Wohlstand kann die geringe Eigentumsquote nicht liegen, wie die reiche Schweiz beweist: Nur dort wohnt ein noch größerer Anteil der Haushalte zur Miete als hierzulande. Auch die nur mehr marginale Bedeutung der Landwirtschaft, in der Eigentum traditionell dominiert, ist nicht der Grund: Andere Länder mit einem ähnlich hohen Industrialisierungsgrad zählen deutlich mehr Eigenheimbesitzer.

Wichtiger sind die vergleichsweise hohen Bau- und Grundstückskosten in Deutschland. Der Osten holt immerhin auf: Dort ist die sogenannte Wohneigentumsquote wegen zahlreicher Privatisierungen seit 1993 von 26,1 auf 31,1 Prozent gestiegen.