Wenn der Pfleger sich von einem Gorilla vollscheißen läßt, wie auf Seite 43 der vorigen ZEIT säuberlich berichtet wenn also statt des Beschmutzens oder Besudelns das derbste mögliche Wort verwendet wird, und dies im selben Text, der auch die Kontrafaktur ins Feld führt, und auf derselben Seite, die das Paradigmatische an einer Entwicklung würdigt und gespreizte Wörter als bloße Lemmata im Lexikon entlarvt - so fragt man sich: Für wen schreibt die ZEIT?

Gewiß, Platz für verschiedene Stilebenen muß sein: hier für charismatische Dominanz (2), da für die Zärtlichkeit der Stromstöße (38), dort für mulmig und durchgeknallt (28). Läßt man die Extreme spielerisch aufeinanderprallen, so kann die Stilfigur des Oxymorons entstehen (Lichtenberg: "Er hat mich einiger Fäden des frömmsten Geifers gewürdigt"). Die Lemmatisierung der Scheiße aber stellt ein Dilemma her, und zwar ein ziemlich durchgeknalltes.