Was kann Michael Fuchs, den Präsidenten des Groß- und Außenhandelsverbandes, veranlaßt haben, mit absonderlichen Schmähungen und Drohungen in den Wahlkampf der Parteien einzugreifen? Fuchs nannte nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten Gerhard Schröder ein "trojanisches Pferd" und einen "David Copperfield", dessen Spitzenmannschaft ein "Kabarett sei". Dem von Schröder berufenen Wirtschaftsfachmann Jost Stollmann sei darin die Rolle als "Minenhund" gegenüber den Gewerkschaften und als "Lockvogel" gegenüber dem Mittelstand zugedacht.

Fuchs' Ausfall gipfelt in der Drohung, die Wirtschaft werde zum Investitionsstopp greifen, wenn Schröder im September Kanzler werden sollte.

Ansonsten empahl der Verbandschef die Wiederwahl der von ihm favorisierten Koalition. Fuchs ist Mitglied der Christlich Demokratischen Union. Die hat viele Mitglieder. Und die wenigsten nehmen die prognostizierte Wahlniederlage zum Anlaß, gleich völlig durchzudrehen.