Die Prätorianergarde gerät unter Druck. Nun sollen sogar die Bodyguards des amerikanischen Präsidenten dem Sonderankläger Starr verraten, was sie über das Verhältnis zwischen Bill und Monica wissen. Die Lewinsky-Affäre gerät immer mehr aus den Fugen. Wo es um Sex, Falschaussagen und viel Parteipolitik geht, ist selbst der Sicherheitskordon des Ersten Mannes nicht mehr tabu.

Die Mitglieder des Berufungsgerichts haben es sich bei ihrem Spruch leichtgemacht. Der Secret Service sei bei Privatangelegenheiten des Präsidenten an keine Schweigepflicht gebunden. Er sei "in der Regel nur in der Öffentlichkeit gefährdet". Haben die eine Ahnung, welche Gefahren einem Charmeur wie Clinton hinter der Bühne drohen. Das ist doch gerade das Problem. Ein Finsterling vom Schlage Nixons wäre nie in die Monica-Falle geraten (er hat sich dafür eine viel gefährlichere ausgesucht).

Als Kavalier, der - vielleicht - genoß und schweigt, wird sich Clinton nicht aus seinen Schwierigkeiten befreien. Da ist der sittenstrenge Starr davor.

Aber vielleicht können die Männer vom Geheimdienst ihren Präsidenten wie gewohnt schützen. Diesmal nicht vor Attentätern, sondern gegen Indiskretionen. Sie müssen im Präsidentenbüro ja nichts Unschickliches gesehen oder gehört haben. Schließlich sind sie Leib- und keine Tugendwächter.