Depressionen verdoppeln das Risiko koronarer Herzerkrankungen. Dieser Zusammenhang gelte sogar noch mehrere Jahrzehnte nach dem Auftreten der ersten klinischen Episode einer Depression, schreiben Epidemiologen der Johns Hopkins Medical Institution in der jüngsten Ausgabe der Archives of Internal Medicine. In der Langzeitstudie an 1190 Männern wurde festgestellt, daß das erhöhte Risiko unabhängig von klassischen Risikofaktoren wie Blutdruck, Cholesterinwerten, Rauchen, Körpergewicht, sportlicher Aktivität oder erblicher Belastung auftritt. Auch die Beobachtung, daß Depressive vermehrt zur Zigarette greifen, könne das deutlich erhöhte Risiko nicht erklären. Im Durchschnitt tauchten die ersten Symptome einer Herzerkrankung etwa fünfzehn Jahre nach der ersten klinischen Depression auf.