Städte mit ausgeprägten Einkommensunterschieden zwischen Arm und Reich verzeichnen deutlich mehr Todesfälle pro Einwohner als sozial ausgeglichene Metropolen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Juliheft des American Journal of Public Health, die 34 amerikanische Großstädte vergleicht. Hierbei sei nicht die Armut selber, sondern das Nebeneinander von Armut und Reichtum für die höhere Sterblichkeit verantwortlich. Wo das stärkste Wohlstandsgefälle herrsche, stürben jährlich 140 Menschen mehr pro 100 000 Einwohner als in den Städten mit der gleichmäßigsten Einkommensverteilung.

Das seien mehr Tote als die Summe der Opfer von Lungenkrebs, Diabetes, Verkehrsunfällen, Aids, Mord und Selbstmord zusammen.