Mann, o Mann, die Amerikaner. Die haben nicht nur Topunternehmer, sondern auch Topminister. Einer ihrer besten, Finanzminister Robert Rubin, will Washington angeblich im Herbst Richtung Wall Street verlassen. Eine Katastrophe? Mitnichten. Ähnlich reputierte Ökonomen stehen schon Schlange - Rubins Stellvertreter Larry Summers zum Beispiel, theoretisch und politisch ein ausgewiesenes As.

Und bei uns? Eine traurige Gemeinde, die hier für das Ökonomische zuständig ist. Theo Waigel schmeißt den Haushalt, und von Haussmann über Möllemann bis Rexrodt unterboten die Wirtschaftsminister mühelos jede Erwartung, die ihre Vorgänger einst geweckt hatten. Jetzt haben wir angeblich wieder die Wahl - zwischen Waigel und dem Physiker Lafontaine vielleicht, zwischen Rexrodt und Stollmann, dem Schröder-Mann fürs grob Unpolitische. Also mal ehrlich: Da wird einem ganz bange, Mann!