Salzburg-Wien: Wer kann und nicht zu früh in der Hauptstadt sein muß, der nimmt den Bartók Béla. Der ist zwar auf dem Rückweg nach Budapest, hat also nicht mehr das gute ungarische Brot, sondern irgend so eine bundesdeutsche Sandwichpappe, ansonsten aber ist der Speisewagen und sind vor allem die wunderbaren Kellner ein Zusteigen immer wert: diese Freundlichkeit, dieses bezaubernde Deutsch.

Bartók Béla also. EC, nicht ICE. Abfahrt Salzburg 11.05 Uhr. Ankunft Wien ...

aber das will ich ja gerade erzählen.

Von Salzburg nach Wien - es ist fast durchweg schön auf dieser Strecke. Sie ist nämlich nicht wetterabhängig, hat immer was. Und so war denn auch alles wie immer, angenehm.

Bis, nun ja, bis er eben stehenblieb, der Zug. Irgendwo zwischen Amstetten und Ybbs, aber mehr bei Ybbs. Jedenfalls auf freiem Feld oder zwischen freien Feldern, also irgendwo. Züge machen das. Sie haben gelegentlich so etwas Eigensinniges, Unberechenbares, erfreulich Launisches, um nicht zu sagen ..., okay, Männer sind genauso.

Wie auch immer, wir mögen das. Nicht zuletzt natürlich deswegen, weil's in der Regel gleich weitergeht. Minuten sind da im allgemeinen schon lang.

Man ahnt es: Minuten ist gar kein Ausdruck. Es waren nahezu zwei Stunden, die wir dort stehenblieben, wo wir eben standen. Es war ein Triebwerkschaden.