Lieber ZEIT-Leser, die folgenden Zeilen sind wohlüberlegt und absolut authentisch: In der letzten Ausgabe druckten wir einen Brief ("Anstelle einer Regierungserklärung", Seite 1), der mit dem Namen "Gerhard Schröder" unterschrieben war. Unter anderem forderte der Autor, wer ja sage, müsse auch nein sagen, er kündigte ferner eine Lärmschutzverordnung für das Bohren dicker Bretter an und lud schließlich Sie alle, liebe ZEIT-Leser, zu einem Glas Bordeaux ein. Einige von Ihnen beklagten sich nach der Lektüre über deren "Inhaltsleere", andere waren so angetan, daß sie uns nach den Einladungen für den Umtrunk fragten. Wir freuen uns, daß es uns offenbar gelungen ist, den Ton des Kandidaten zu treffen, auch wenn wir damit zugeben, daß Gerhard Schröder zwar für den Aufschwung, nicht aber für diesen Brief verantwortlich zeichnet. Wäre es anders, hätten wir ihm statt eines Abdrucks wohl eher ein Glas Bordeaux angeboten. Ihre Redaktion