Die Regulierung in der Europäischen Union mitsamt ihren bürokratischen Auswüchsen ist den Briten normalerweise ein Greuel. Aber die Schotten haben nun ausnahmsweise einmal die Vorzüge des Systems entdeckt. Der Verband schottischer Whiskyhersteller setzte sich beim Europäischen Gerichtshof erfolgreich durch: Whisky darf in der Gemeinschaft künftig nur noch dann als Whisky verkauft werden, wenn mindestens 40 Volumenprozent Alkohol drin sind.

Damit ist das französische Getränk Gold River aus dem Rennen, das nur 30 Prozent aufzuweisen hat. Sechs weitere schwächliche Getränke aus Frankreich müssen nach Angaben der Schotten ebenfalls die Etiketten wechseln. Und der Whiskyverband weiß jetzt endlich, wo in Europa seine Freunde sitzen: Für die Sache der Schotten sprachen beim Gerichtshof Vertreter aus Großbritannien, Irland, Deutschland, Spanien und Italien.