Gerade Bundesfinanzminister Theo Waigel hat schon vielfach den Beweis erbracht, daß der Volksmund recht hat: Not macht erfinderisch. Und wie kreativ wird Waigel erst, wenn er gleich doppelt unter Druck steht! Der noch amtierende Bonner Kassenverwalter leidet inzwischen ja nicht nur unter schlimmen Finanznöten, sondern die CDU/ CSU liegt auch noch in der Wählergunst deutlich hinter den Sozialdemokraten zurück.

Da kleine Länder weniger Bürger und damit auch weniger Steuerzahler haben als große, aber das Regieren überall fast gleich teuer ist, hat sich bisher der Bund dort an den "Kosten der politischen Führung" beteiligt. Diese Zuschüsse würden gestrichen, kündigte Waigel an. Wie schön für den CSU-Mann, daß die betroffenen Länder rein zufällig alle von der SPD regiert werden. Und das wäre doch wirklich zuviel verlangt, wenn Waigel ausgerechnet diejenigen subventioniert, die ihn aus seinem Amt vertreiben wollen.