Eine "Musik für Drehorgel, Piano, Tuba, Kontrabaß und Schlagzeug" kündigt das Cover an. Die entlegene Besetzung weckt Interesse, zumal da die CD bei enja erschienen ist, dem renommierten Münchner Jazz-Label.

Wer ist Sylvie Courvoisier? Das Coverphoto zeigt einen Lockendschungel, in dessen Mitte ein kleines Gesicht, aus dem ein entschlossener Blick nach vorne weist.

Seit mehr als einem halben Jahr dreht sich "Ocre" immer wieder im Abspielgerät, war gleich beim ersten Hören faszinierend, verliert auf Dauer nicht an Kraft. Musik als Raum, als Innenarchitektur, als Farbgestaltung: Statik lebt!

Kürzlich weilte Mademoiselle Courvoisier in der Stadt

das Konzert zählte zu den Höhepunkten der Saison.

"Ocre", Ocker zu deutsch, ist streng komponiert, kaum improvisiert - die Leichtigkeit, die Feinheit resultiert aus dem Pointillismus unzähliger Tupfer. Das Licht der modernen Kunst trifft auf die Lichter des Jahrmarkts.

Jazz ist das nicht.