Wenn's was kostenlos gibt, sind wir dabei. Einen kleinen Vorteil herauszuschlagen liefert uns das größte aller Urlaubsvergnügen. Darum waren wir auch wie elektrisiert, als uns jüngst diese Meldung in die Hände fiel: Auf einer kleinen Halbinsel südlich von Hurghada lockt Robinsons neuester Club mit "Tauchen und Golfen inklusive".

Zwar wollen wir weder nach Ägypten noch so recht "in die bezaubernde Unterwasserwelt abtauchen", aber wenn wir dabei unser Handicap verbessern können, und das auch noch zum Nulltarif, nehmen wir alles in Kauf und selbstverständlich gleich beide Angebote zusammen: Wie sonst könnten wir richtig sparen?

Höchste Konzentration jedoch wird gefordert sein. Nicht daß wir irgendwann auf Schwimmflossen zum Abschlag watscheln und uns dann wundern, wenn wir schon beim Ausholen auf die Schnauze fallen. Auch unsere Armbewegungen werden wir streng kontrollieren müssen: Wenn uns ausgerechnet in zehn Meter Tiefe die Ermahnungen an den idealen Golfschwung einfallen, könnten unsere wild ausgreifenden Gesten womöglich die seltensten Fischschwärme für immer vertreiben. Ebenfalls sollten wir darauf achten, nur auf weiße Bälle und nicht auf weiße Haie einzudreschen. Unpassend wäre es sicher auch, den Meeresboden glattzufegen wie einen Bunker nach dem letzten Schlag.

Und sicher eröffnet uns das Kombi-Lern-und-Spar-Paket völlig neue Perspektiven für künftige Golfrunden. Ball im Wasser? Wir tauchen ihn souverän aus dem Teich. Angst vor fehlgeleiteten Geschossen unserer Mitspieler? Die Taucherbrille bietet Schutz. Atemnot am 17. Loch? Die Sauerstofflasche auf dem Rücken schenkt neue Kraft. Ob es für all diese Aktionen Strafschläge gibt, müssen wir jedoch noch in St. Andrews erkunden.

Richtig auszahlen werden sich unsere Urlaubserfahrungen sicher dann, wenn im nächsten Sommer als großer Hit das erste Golfturnier unter Wasser ansteht.