Ein Vergleich der Belastung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern durch Sozialabgaben in der EU ist wegen der unterschiedlichen Systeme zwar schwierig. In Dänemark beispielsweise wird die soziale Sicherung überwiegend über Steuern finanziert. Aber soviel läßt sich jedenfalls sagen: In Italien sind die Arbeitgeberbeiträge zur Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung mehr als doppelt so hoch und in Frankreich immerhin noch um sechs Prozentpunkte höher als in der Bundesrepublik. Bemerkenswert auch: In den meisten EU-Ländern übernehmen die Arbeitgeber mehr als die Hälfte der Sozialbeiträge. Selbst in Portugal und Spanien sind deshalb die Lohnnebenkosten für die Unternehmen prozentual gesehen höher als in Deutschland.