"Wahrnehmungsmanagement" habe indes auch eine üble Kehrseite, die immer mehr um sich greife: Statt das eigene Unternehmen ins rechte Licht zu rücken, werde die Konkurrenz mit Geheimdienstmethoden demontiert. In Frankreich habe der Staat kürzlich sogar eine "Schule für den Wirtschaftskrieg" aus der Taufe gehoben.

Höchst konspirativ gründeten Konzerne zum Beispiel vermeintlich unabhängige Institute, bauten über längere Zeit Koryphäen auf, die dann urplötzlich einen Konkurrenten mit ihrer ganzen wissenschaftlichen Autorität angriffen. Oder es würden Gerüchte gestreut, die nur schwer wieder aus der Welt zu schaffen seien. "Hyperperfide Vorgänge" liefen da ab. Nicht, daß er sich an derlei beteilige, beteuert Abels, aber natürlich erfordere so etwas Abwehrstrategien. Die wird er auch ersinnen müssen, um seinen Polit-Klienten Stollmann vor falschen Wahrnehmungen zu schützen.