Das Imperium schlägt zurück - zumindest verbal: Die Deutsche Bank, betonte Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer bei der Vorlage der Halbjahresbilanz Anfang der Woche, könne eine "hervorragende Entwicklung im Investmentbanking" vorweisen. Genau dies war zuletzt bezweifelt worden. Der Anlaß: Dem größten deutschen Geldhaus waren im Zuge eines organisatorischen Umbaus scharenweise hochrangige Investmentbanker weggelaufen - zuletzt das 130köpfige amerikanische High-Tech-Team unter Frank Quattrone. "Sie kommen und sie gehen", versuchte Breuer das Debakel zu verniedlichen. Immerhin habe die Deutsche Bank den Gewinn aus dem Investmentbanking deutlich steigern können und zähle im Wertpapiergeschäft zur "Weltklasse". Allerdings räumte Breuer Schwächen bei komplexen Unternehmensfinanzierungen ein. Für das erste Halbjahr weist die Bank einen Gewinnsprung von 66 Prozent auf 4,6 Milliarden Mark aus. Darin enthalten sind freilich 1,6 Milliarden Mark aus einer Sonderausschüttung der Beteiligungsgesellschaft Daimler-Benz.