Gefahren lauern überall. Wer der Gartenbauberufsgenossenschaft glaubt, der kann sich sogar auf Friedhöfen seines Lebens nicht mehr sicher sein. Die Genossenschaft wies die Kommunen an, regelmäßig die "Verkehrssicherheit" ihrer Grabstätten zu kontrollieren, anderenfalls hafte die Versicherung nicht für Unfälle. Der Berufsverband lieferte dazu eine detaillierte Anleitung, hier ein Auszug: "Das zu überprüfende Grabmal ist zunächst behutsam mit einer Hand zu rütteln ergeben sich keine Beanstandungen, ist das gleiche durch kräftiges Rütteln zu wiederholen." Lebensfremd fand ein Bürgermeister die Vorschrift und meldete sie dem baden-württembergischen Innenministerium. Das hatte einen Wettbewerb zur Ermittlung überflüssiger Regelungen ausgeschrieben. Dabei erhielt der Bürgermeister für die Entdeckung der "Grabsteinrüttelpflicht" den mit 2000 Mark dotierten 1. Preis.