Die Autorin irrt: Die Bearbeiter der Studie "Renditen der gesetzlichen Rentenversicherung im Vergleich zu alternativen Anlageformen" des Deutschen Instituts für Altersvorsorge GmbH haben ihr Rechenmodell keineswegs so geformt, "daß rauskommen mußte, was wohl rauskommen sollte". Vielmehr haben sie in die Untersuchung zwei unterschiedliche Methoden, drei Szenarien, vier Versicherungstypen und sechs Geburtsjahrgänge (1930 bis 1980) einbezogen. Die Resultate stimmen überein: Die um die Inflationsrate bereinigte Rendite tendiert gegen null - und das um so stärker, je jünger die Beitragszahler sind. Außerdem haben die Autoren alle Betroffenen, namentlich auch Vertreter der gesetzlichen Rentenversicherungsträger und die Bundesversicherungsanstalt im Vorfeld ausdrücklich um Kritik an Methode und Ergebnissen ihrer Berechnungen ersucht. Das Ergebnis: keine substantiellen Einwände. Es stimmt schon: Die Renditen der gesetzlichen Rentenversicherung gehen zügig zurück.

Die Renditen alternativer Anlageformen einschließlich der Lebensversicherungen sind seit geraumer Zeit höher.

Bernd Katzenstein Deutsches Institut für Altersvorsorge Frankfurt/Main*