Wenn man das Presseheft für den Film "Godzilla" öffnet, erklingt ein urwaldmäßiger Ton, wie direkt aus dem Schlund dieses Monsters, das unser behaarter Bruder ist.

Jedesmal, wenn man das Heft nur aufschlägt, gibt's einen Satz entsetzter Öhrchen. Also macht man es immer wieder.

Aber habt ihr findigen Witzbolde von der Columbia Tristar auch eine Brüllpause lang mal überlegt, was dieser Erfolg bedeutet? Ein elektronischer Chip im Presseheft, der bei Licht seine Arbeit aufnimmt - na schön. Was aber, wenn die Gebrauchsgüterindustrie eure Affenidee kopiert?

Die Zahnbürste beginnt zu weinen, wenn man sie vor Ablauf von drei Minuten in ihren Becher zurückstellt. Der wimmert los: "Nein, ich will noch ein bißchen alleine bleiben!" Der Tag beginnt mit Tränen und endet mit Beleidigung: "Na, alter Sack, hast du dich auch gewaschen?" fragt der gestreifte Schlafanzug des Abends. Dazwischen: jaulende Aschenbecher ("Ich kann nicht mehr!"), schluchzende Sonnenschirme auf sturzbesoffenen Dachterrassen, japsende Fahrräder ("Mach mir den Pantani!"), jubelnde Pilsgläser ("Jupi! Juupii!"). Fischmesser, die vor Langeweile heulen (diese ewigen Nudelgerichte!), Turnschuhe mit harten Kommandos, rastlos stöhnende Nachtwäsche.

Wollt ihr das wirklich, ihr Leute von Columbia Film?

"Schläft ein Lied in allen Dingen", sagt deutsche Qualitätslyrik. Es schläft.