Letzten Sonntag war Christoph Schlingensief am österreichischen Wolfgangsee und wollte Kanzler Kohls Häuschen unter Wasser setzen. Doch statt der 6 Millionen Arbeitslosen, die er zum Baden einlud, kamen nur 60. Aber das haben die anderen Zeitungen schon berichtet. Der Christoph war wieder einmal sehr lieb und gab viele Interviews. Später fuhr er dann noch mit ein paar Freunden nach Salzburg und störte ein bißchen bei der Elfriede-Jelinek-Aufführung.

Obwohl die Veranstaltung recht lange dauerte und die Leute Sachen wie "Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen" schrien, war sie eigentlich ziemlich brav. Einmal gab es einen öffentlichen Liebesakt, nach dem der Mann und die Frau von der Polizei verhaftet wurden. Der Polizeihund hieß übrigens Benno.

Als der Christoph am Abend dann weg war, blieben nur noch ein paar Leute von der "Chance 2000" in St. Gilgen. Einer sagte: "Ich will gar nicht Politiker sein. Ich werde Hausmeister von Hessen oder von Deutschland." Dann sah er, daß ein paar Flaschen herumlagen. Er war sehr verärgert: "Die Wiese muß sauber sein, das mach' ich alles ehrenamtlich."