Die ungelöste Wirtschafts- und Finanzkrise in Japan beunruhigt weiterhin die Anleger weltweit. Große deutsche Unternehmen spüren bereits die Konjunkturstagnation in Südostasien. In vielen Fällen wird deshalb im zweiten Halbjahr mit einer Abflachung des bisher guten Gewinnwachstums gerechnet.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, daß sich die Kursrückgänge deutscher Titel bisher in überschaubaren Grenzen gehalten haben. Allerdings häufen sich die Gewinnmitnahmen. Viele Börsianer meinen, daß zumindest bis zur Bundestagswahl mit Kursschwankungen gerechnet werden muß. Danach, so heißt es auf dem Parkett, würden die Karten neu gemischt.

Bis dahin parken viele Anleger ihre Gelder zunehmend in festverzinslichen Papieren, obwohl es dort immer weniger Zinsen gibt. Das Renditeniveau ist in diesem Bereich auf ein neues historisches Tief gesunken. Ein steigendes Zinsniveau zeichnet sich nicht ab, so daß vorerst auch nicht mit Kursverlusten bei Rententiteln gerechnet werden muß.

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