In den sechziger Jahren stellte Doug Engelbart einen klobigen Holzkasten vor, mit dem man in Zukunft die Computer bedienen sollte. Damals wurde er ausgelacht, heute arbeitet fast jeder mit der weiterentwickelten Technik des heute 73jährigen - der Maus:

ZEITmagazin: Vor dreißig Jahren haben Sie auf einer Konferenz in San Francisco zum ersten Mal die Computermaus in der Öffentlichkeit präsentiert. Brauchte damals irgend jemand diesen Klickkasten?

Die Maus stand damals für eine noch unbekannte Form, mit dem Computer zu interagieren. Welche Idee steckte hinter diesem neuartigen Gerät?

Ich hatte schon 1962 einen Artikel geschrieben, in dem es um die Erweiterung des menschlichen Intellekts ging. Wie Computer den Menschen helfen könnten, ihre Ideen zu formulieren, sie auszuarbeiten und anderen mitzuteilen. Wie wir mit Computerhilfe komplexes Wissen besser begreifen würden. Ich habe in den Sechzigern gesagt: Irgendwann wird jeder Kopfarbeiter vor einem computerunterstützten Bildschirm sitzen. Und alle haben mich ausgelacht. Dann begannen die Leute bei der Arpa, der Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums, sich für die interaktive Nutzung von Computern zu interessieren. Also haben wir dieses ganze neue Konzept entwickelt: mit Hypertext, Bildschirmfenstern und eben auch der Maus. Dinge, über die wir heute nicht mehr nachdenken und die wir ganz normal finden.

Hat man am Anfang Ihre Ideen verstanden?

Ich bin mir nicht sicher, aber die Leute waren begeistert von dem, was sie gesehen hatten. Und ich dachte: Junge, jetzt werden sich viele Menschen damit beschäftigen. Wir haben dann noch sechs oder sieben Jahre lang die Maus und was damit zusammenhing weiterentwickelt, und dann sagte man mir, ich würde in die falsche Richtung denken. Keine Universität wollte mich haben und keine Forschungsabteilung in der Industrie.

Neben der Maus haben Sie noch ein anderes Gerät präsentiert: die einhändige Tastatur mit fünf Tasten. Warum hatte die keinen kommerziellen Erfolg?