Ja. Ich habe 1989 die Privatwirtschaft verlassen und das Bootstrap Institute gegründet. Wir suchen uns Partner, von denen wir uns einen gewissen strategischen Nutzen versprechen, etwa die Association of Computing Machinery oder amerikanische Universitäten. Diese Leute haben das Internet akzeptiert, arbeiten im World Wide Web, in Intranets und Extranets und so weiter - sie fangen an zu sehen, welche Auswirkungen das auf das Wissensmanagement hat. Und den kollektiven IQ von Organisationen.

Und davon können Sie leben?

Wenn ich nicht in den vergangenen Jahren ein paar Auszeichnungen bekommen hätte, wäre ich in Schwierigkeiten.

Ihre Ideen wurden belächelt, haben sich aber zwanzig Jahre später oft als richtig herausgestellt. Vielleicht können Sie unseren Lesern sagen, wie sie in Zukunft mit Computern umgehen werden.

Es gibt da ein paar unvermeidliche Entwicklungen. Das Papier wird nicht mehr das dominante Medium sein, auf dem wir Texte und Nachrichten lesen.

Da müssen sich die elektronischen Displays aber gehörig verbessern.

O ja, es wird tragbare Displays geben, oder Sie lassen sich den Text direkt in Ihre Brille einspiegeln. Eine andere Sache ist die Nanotechnologie - dabei wird untersucht, ob man elektronische Bauteile herstellen kann, indem man Moleküle manipuliert. Das wird einen Einfluß auf die Rechenleistung haben, die dem einzelnen zur Verfügung steht. In dreißig Jahren wird ein Computer, der eine Prozessorleistung und so viel Speicherplatz hat wie alle heutigen Computer zusammengenommen, nur noch handtellergroß sein.