Auch das noch zur schönsten Ferienzeit: Müllprobleme, wohin man blickt.

Mallorca, der Deutschen liebste Ferieninsel, droht unter den Hinterlassenschaften der Sonnenhungrigen zu ersticken. Auch wenn die von einer Sonntagszeitung voreilig hinausposaunte Ökosteuer für Touristen wohl nicht kommt - der Müll bleibt. Doch nicht nur die schönsten Strände sind von der reisewütigen Wegwerfgesellschaft bedroht. Selbst auf den höchsten Gipfeln stinken die Abfälle zum Himmel. Bergsteiger, die den Mount Everest bezwingen wollen, dürfen deshalb künftig nichts Flüssiges im Glas mehr nach oben schleppen. Da dort der Müll per Hubschrauber entsorgt wird, sind leichte Aludosen im Vorteil. Freilich, auch die müssen erst mühselig eingesammelt werden. Aber vielleicht kann ja Reinhold Messner helfen. Im Oktober will der Alpinist definitiv die Existenz des Yeti belegen. Da bietet sich eine ideale Symbiose von Artenschutz und Abfallbeseitigung an: Der Yeti wird zum Müllmann, und seine Existenz ist fortan gesichert.