die zeit: Was bedeutet es, Teilnehmer der Internationalen Biologie-Olympiade zu sein?

Stanley Heinze: Man kämpft mit 132 Schülern aus 33 Nationen im wissenschaftlichen Wettstreit um Medaillen. Dabei steht Faktenwissen eher im Hintergrund. Gefragt ist logisches Denken. Zur Vorbereitung hatte ich nicht viel Zeit ich mußte nebenher noch das Abi machen und ein bißchen feiern. Es hat trotzdem ganz gut geklappt: Bei der Olympiade in Kiel habe ich Silber gemacht, im Abi einen Schnitt von 1,0. In der Gesamtwertung kam das deutsche Team auf Platz zwei hinter China.

zeit: Wann haben Sie Ihre Liebe zur Biologie entdeckt?

Heinze: Beim obligatorischen Zwiebelhäutchen unterm Mikroskop hat's noch nicht gleich gefunkt. Aber als ich in der 12. Klasse auf den Feinbau der Chromosomen stieß, das war einfach Wahnsinn.

zeit: Bleiben Sie dem Fach treu?

Heinze: Ich will jetzt auf jeden Fall Bio studieren, Wissenschaftler werden und mich der Genetik widmen. In Dresden habe ich schon probeweise eine Vorlesung besucht. Das war zwar ein wenig langweilig, aber ich kann ja im Buch weiterblättern, wenn die anderen länger brauchen.

zeit: Was muß ein junger Biologe mitbringen, der Karriere machen will?