Der deutsche Aktienmarkt hat die faktische Rubelabwertung bisher unbeschadet überstanden. Selbst Bankaktien konnten anfängliche Verluste schnell wieder aufholen, obwohl die großen Geldhäuser mit Milliardenkrediten in Rußland engagiert sind. Hermes-Bürgschaften und eigene Vorsorge mindern indes nach Meinung der Börsianer die Risiken auf ein erträgliches Maß. Die Rubelkrise hat die ostasiatischen, insbesondere die japanischen Finanz- und Wirtschaftsprobleme zunächst in den Hintergrund gedrängt. Da die Probleme dort aber weiterhin ungelöst sind, wird in den kommenden Wochen mit einer Achterbahnfahrt an den internationalen Aktienmärkten gerechnet. Eine nachhaltige Kurserholung ist jedenfalls nach Ansicht der meisten Experten nicht in Sicht. Gekauft werden vor allem Papiere, die in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich eingebüßt haben.

Der Rentenmarkt profitierte weiterhin von der Flucht des internationalen Kapitals in sichere Häfen. Dazu zählt auch die Mark.

Unter www.zeit.de/links/boersen.html erhalten Sie weitere Börseninformationen