Los Angeles

Seit es den Verdacht gibt, daß muslimische Gruppen für die Bombenanschläge in Nairobi und Daressalam verantwortlich seien, wächst die Feindseligkeit gegen den Islam. Um dieser Entwicklung zu begegnen, ist es wichtig, die islamische Haltung gegenüber dem Terrorismus zu verstehen.

Der Koran, die maßgebliche Quelle islamischen Rechts, schreibt fest, daß Gerechtigkeit der höchste von Gott vorgegebene Wert ist und daß Gewalt gegen unschuldige Menschen - aus welchen Gründen auch immer - eine rechtswidrige Tat ist, die die Moral des Koran verletzt. Die Tradition des Propheten Mohammed, der zweiten Quelle islamischen Rechts, legt die Grenzen des Einsatzes für Kriegsteilnehmer fest

sie erlaubt es dem Soldaten nicht, Zivilisten oder sogar Pflanzen und Tieren ein Leid zuzufügen.

Der gläubige Muslim hält sich an die islamischen Prinzipien, das Leben zu schätzen und das Leben anderer zu respektieren. Diejenigen, die diesen Weg verlassen, handeln nicht nach islamischen Gesetzen.

Dennoch werden wir mit Botschaften wie "islamischer Terrorismus" und "radikaler islamischer Fundamentalismus" bombardiert. Doch wie das Christentum und das Judentum gewährt der Islam dem Terrorismus keinen Raum.

Und genauso wie das beim Christentum und Judentum der Fall ist, hat auch der Islam Anhänger, die seine ethischen Gesetze in seinem Namen verletzen.