Vor dem Hintergrund der Finanzprobleme in Ostasien und Rußland bleiben die Weltbörsen nervös. Der Deutsche Aktienindex (Dax) schwankt täglich um mehr als hundert Punkte. Die Umsätze sind gering und gehen vornehmlich auf das Konto des Terminhandels. Institutionelle Anleger und erst recht die private Kundschaft haben sich weitgehend vom Aktienhandel zurückgezogen. Auch bei niedrigen Kursen wird nur vorsichtig gekauft. Bankaktien, die wegen der russischen Finanzkrise eingebrochen waren, haben sich wieder gefangen.

Gleichwohl sind einige Bankwerte weit von ihren Höchstkursen entfernt.

Degussa-Aktien litten zeitweise unter der in den USA angestrengten Klage von Holocaust-Opfern. Der Rentenmarkt profitierte weiter von der Kapitalflucht in "sichere Häfen". In Deutschland sanken die Renditen auf ein neues Nachkriegstief. Dagegen gaben die Kurse der Anleihen einiger Schwellenländer kräftig nach, nicht zuletzt wegen Gerüchten über eine Finanzkrise in Lateinamerika. Die Renditen der beiden DM-Rußlandanleihen liegen schon über dreißig Prozent.

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