Der Schwarze Trüffel Tuber melanosporum verdankt seine Beliebtheit bei den Feinschmeckern nicht zuletzt seiner unglaublichen Aromenvielfalt. Doch obwohl verschiedene Exemplare ganz unterschiedliche Gaumenfreuden vermitteln, sind sie genetisch äußerst homogen, wie französische Biologen jetzt herausgefunden haben (Nature, Bd. 394, S. 734). Die Forscher vermuten, daß die letzte Eiszeit vor 10 000 Jahren den frostempfindlichen Schlauchpilz fast ausgerottet hatte. Alle heutigen Trüffel sind demnach Nachkommen einer sehr kleinen überlebenden Population. Für die vielfältigen Geschmacksvariationen des Schwarzen Trüffels sind vermutlich die verschiedenen Umweltbedingungen der jeweiligen Herkunftsgebiete verantwortlich.