Nachdem ein gewisser Herr Schröder uns Lehrer vor einiger Zeit straflos als "faule Säcke" bezeichnen durfte, fühlt sich Frau Etzold nun bemüßigt, uns in unserer Gesamtheit die Note "mangelhaft" bescheinigen zu müssen. Da sie aber im Text nicht belegen kann, worin diese mangelhafte Leistung besteht, und sie sonst zum Thema Schule auch nur Altbekanntes und weithin Praktiziertes anführt, kann ich ihr nur die Note "ungenügend" erteilen. Dies gilt auch für die Redaktion, die ein solches Pamphlet zum Leitartikel wählt.

Walter Deller, Roßhaupten

Schüler und Studenten sind "fit für die Zukunft", obwohl es "um die Schule schlimm" steht und die Lehrer unerfahren sind. Das heißt doch entweder, daß Schule überflüssig ist oder daß sie den Schülern doch geholfen hat, fit zu sein. Fortschritt, Veränderung und Anspruch im Bereich der Bildung sind notwendig, aber Artikel wie dieser sind nur ärgerlich.

Dr. Günther Börm Flensburg

Der Bildungspolitik fehlt es wirklich überall an "Geist". Dabei könnten ganz einfache Überlegungen verdeutlichen, warum das herkömmliche System der schulischen Wissensvermittlung nicht mehr funktionieren kann. Es entstammt der Mitte des 19. Jahrhunderts und funktioniert nur unter strikter Gehorsamsforderung und Gehorsamsleistung sowie deren Zensierung. In einer Demokratie haben diese Begriffe keinen Platz und ebensowenig in der Schule einer demokratischen Gesellschaft.

Lothar Müller Gaillan en Médoc Frankreich

Sie geben den Bildungspolitikern und den Lehrern die Note "mangelhaft" und begründen das unter anderem damit, daß alte Irrtümer exhumiert werden: Pauken, Büffeln, Disziplin. Es wird heute nach dem Motto unterrichtet: "Mit der Schule ist es so wie mit einer Medizin. Sie muß bitter schmecken, sonst nützt sie nichts."