Neue Anzeichen für eine plötzliche globale Erwärmung um etwa vier Grad Celsius vor etwa 2000 Jahren hat ein israelisch-schwedisches Wissenschaftlerteam gefunden. Hinweise auf solch eine Warmperiode gab es bisher überwiegend aus arktischen Regionen. Nun haben die Forscher Sedimente vom Grund eines Bergsees des Mount Kenia in Ostafrika analysiert, die von fossilen Algen gebildet wurden (Science, Bd. 281, S. 980). Die zutage geförderte Klimageschichte umfaßt den Zeitraum zwischen 2550 v. Chr. und 750 n. Chr. und zeigt eine Erwärmung, die mehrere Jahrhunderte lang andauerte.

Solche natürlichen Klimaschwankungen schließen freilich nicht aus, daß die gegenwärtige Erwärmung durch menschliche Aktivitäten (mit)verursacht ist.